Feb
22
2006

Vorband kneift nach Prügelei

Vorband kneift nach Prügelei

Ursprünglich sollte Bass Sultan Hengzt zusammen mit Mr. Long und Frauenarzt die Bloodhound Gang auf ihrer Deutschland-Tour bei zehn Dates supporten. Doch nach nur einem gemeinsamen Auftritt in Leipzig hat der Berliner Rapper alle weiteren Termine abgesagt. „Ihr seid blöd, und wir sind es auch“, begrüßt Frontmann Jimmy Pop von der blasenschwachen Bloodhound Gang gerne sein Publikum. Und so benahmen sich die Fans der Gang am vergangenen Wochenende in Leipzig auch. Sie pfiffen und buhten die fürs Vorprogramm engagierten Bass Sultan Hengzt, Mr Long und Frauenarzt von Beginn an aus und bewarfen sie mit allem, was greifbar war. Bereits nach zwei Stücken kam es Augenzeugenberichten zufolge zum „Showdown“, als Bass Sultan Hengzt erst seinen blanken Hintern zeigte und dann mit den Füßen voraus ins Publikum sprang, um einen der Provokateure zu vermöbeln. Das Publikum wusste sich aber zu wehren, so dass Hengzt auch einiges abbekam, bevor die Security einschritt und ihn hinter die Bühne zerrte. Nun haben sich die betroffenen Rapper im Einverständnis mit dem Tour-Veranstalter dazu entschlossen, die restlichen Termine abzusagen. Zur Einsicht, dass Gangsta-Rap und Spaß-Punk eben nicht zusammen passen, mag neben dem Vorfall von Leipzig auch die Lektüre einschlägiger Webforen, etwa auf universal-rock.de, beigetragen haben, in denen sich die Fans für die kommenden Konzerte gegenseitig Prügel androhen.