Sep
22
2002

Sänger Layne Staley gestorben

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Wie aus dem Polizeibericht hervorgeht, wurden die örtlichen Beamten am späten Freitag Nachmittag durch einen Anrufer aufgefordert, sich nach dem Wohlergehen Layne Staleys zu erkundigen. Gerüchten zu Folge handelte es sich bei dem Anrufer um einen Freund, der Staley seit Wochen nicht zu Gesicht bekommen hatte. Die Polizeibeamten fanden den Sänger tot auf einem Sofa liegend. Er soll schon mehrere Tage nicht mehr am Leben gewesen sein. Sein Leichnam konnte erst am darauf folgenden Tag durch eine Autopsie identifiziert werden. Eine Überdosis Drogen wird als Todesursache nicht ausgeschlossen. Layne Staleys Heroin-Abhängigkeit dominierte jahrelang die Schlagzeilen. Als Alice In Chains vor zehn Jahren mit dem Album „Dirt“ weltweit bekannt wurden, nährten die düsteren und freizügigen Texte Staleys erstmals den Verdacht, der Sänger experimentiere mit der tödlichen Droge. In den folgenden Jahren sorgte vor allem die ablehnende Band-Haltung gegenüber Tourneen dafür, dass die Gerüchte nie abbrachen. Ein gemeinsamer Auftritt für MTVs berühmte „Unplugged“-Reihe wurde 1996 zum letzten Konzert der Alternative-Heroen. Staleys Drogensucht wird seither für den Split der Band verantwortlich gemacht. Während Gitarrist Jerry Cantrell eine Solokarriere voran trieb, zog sich Staley weitgehend zurück. Alice In Chains gelten als Wegbereiter zahlreicher Rockbands wie Puddle Of Mudd, Godsmack oder Staind.